Raumwirksamkeit der Living Labs

10.03.2022 0 Kommentare

Im CONUS-Teilprojekt RegioTrans besteht die Aufgabe des Lehrstuhls von Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Wirtschaftsgeographie, insb. Verkehr und Logistik, der Universität Duisburg-Essen darin, die Raumwirksamkeit der einzelnen CONUS Living Labs zu analysieren und in ihrem wirtschaftlichen Mehrwert zu evaluieren. Ziel ist es, ein regionalwirtschaftliches Upgrading zu initiieren, dass die Region ertüchtigt, ihre endogenen Potenziale auszubauen, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln und über ein darauf abzielendes Marketing ihre interregionale Konkurrenzfähigkeit zu stärken und auszubauen. Als Grundlage wurde zu Beginn des Projekts eine eingehende Wirtschafts- und Verkehrsraumraumanalyse der Region Niederrhein durchgeführt, um sowohl Stärken, Potenziale und Defizite festzustellen. Über statistisch sozioökonomische Kennzahlen und Daten sowie über kartographische Erfassungen wurden Ergebnisse auf überregionaler, regionaler und lokaler Ebene aggregiert. Durchgeführte Expert*inneninterviews, mit am Prozess beteiligten Akteur*innen aus Politik, Planung und Wirtschaft, dienten der Erkenntnisgewinnung über interessensgeleitete Einstellungen und Perspektiven. Darauf aufbauend befindet sich das Projekt gegenwärtig in einer Arbeitsphase, in der ein Fragenkatalog entwickelt wird. Dieser soll an die Partner*innen gerichtet sein, um die raumwirtschaftlichen Effekte der Maßnahmen in den Living Labs und die Einflüsse auf die kooperierenden Partner*innen zu eruieren.

Der konzipierte Fragebogen gliedert sich in vier Abschnitte. So bedient sich der Fragebogen zur Erfassung raumwirtschaftlicher Vorgänge u.a. verschiedenen Raumkonzepten. Aus sozialgeographischer Perspektive kann der Raum als Container physischer Gegebenheiten, als System von Lagebeziehungen, als eine Kategorie der Wahrnehmung und als soziales Konstrukt angesehen werden.

Einen z.T. deckungsgleichen Ansatz zur Erfassung der Raumwirksamkeit, hier explizit von Living Labs, bieten Wirth und Levin-Keitel (2020), jedoch mit der Einschränkung, dass es sich nicht unbedingt um Vorgänge im öffentlichen Raum handelt. Sie gehen von materiell-physischen (bauliche Infrastruktur), handlungsbezogen-prozedurale, regulativ-institutionalisierten und kulturell-symbolischen Raumdimensionen aus.

Die Auswertung soll dazu beitragen, Erkenntnisse über den Verlauf des Projektes aus Sicht der Partner*innen zu vermitteln und mögliche absehbare regionalwirtschaftliche Folgen aufzuzeigen. Einschätzungen über erfolgreiche und evtl. auch verbesserungswürdige Schritte der beteiligten Akteur*innen werden dokumentiert und bilden den Ausgangspunkt für einen partizipativen Austausch über Handlungsempfehlungen, die zielgerichtet und akteursspezifisch formuliert werden.

Im Teilprojekt RegioTrans sammeln und bewerten Geograph*innen der Universität Duisburg-Essen die Erkenntnisse aus den einzelnen Living Labs für die Region Niederrhein

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