Prozessoptimierung mit Wearables bei Landmaschinenhersteller Lemken

16.11.2021 0 Kommentare

Im Rahmen des CONUS Living Labs AgriWear findet eine Zusammenarbeit zwischen dem GEMIT-Institut und dem Landmaschinenhersteller Lemken statt. Ziel ist es, den aktuellen Kommissionierprozess in der Lagerhalle auf Schwachstellen bzw. Optimierungspotenziale zu analysieren, um anschließend die Einsatzmöglichkeiten und -potenziale von Wearables darzulegen. Wearables bezeichnen kleine Computersysteme, die während ihrer Verwendung am Körper oder Kopf getragen werden. Typische Wearables, die in der Kommissionierung zum Einsatz kommen, sind beispielsweise Datenbrillen, Handschuh-Scanner, Ring-Scanner oder Exoskelette. Sinn und Zweck ist es, den Kommissionierprozess zu beschleunigen und ein freihändiges, papierloses und ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen.

Um die Einsatzmöglichkeiten von Wearables bei Lemken zu analysieren, galt es zunächst alle Prozessschritte zu dokumentieren und modellieren. Bei dem analysierten Kommissionierprozess handelt es sich um die Komissioniertechnik „Multi‑Order‑Picking by Scan“. Im Einsatz ist momentan ein mobiles Datenerfassungsgerät in Form eines Handscanners. Anhand des dokumentierten Prozesses, der Beobachtungen vor Ort und durch persönliche Einzelgespräche mit Mitarbeitern im Lager konnten unterschiedliche Optimierungspotenziale identifiziert werden.

Identifizierte Optimierungspotenziale/Schwachstellen sind:

  • Wiederholtes Ablegen und Aufnehmen des Handscanners bei größeren Waren
  • Keine Hands-Free-Interaktion möglich (beschränkte Bewegungsfreiheit)
  • Potenzielle Fehlerquellen durch beschädigte oder unleserliche Barcodes und Etiketten
  • Unfallgefahr beim Bedienen eines Gabelstaplers mit Handscanner in der Hand
  • Keine Navigation durch das Lager (kürzester Weg)

Nach dieser Prozessanalyse werden verschiedene Lösungsansätze mit dem Einsatz von Wearables gesammelt und bewertet, um im Anschluss einen Lösungsansatz auszuwählen und diesen prototypisch umzusetzen.

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