Methodenworkshop “Was ist ein Living Lab?” Teil 1/2

24.11.2020 0 Kommentare

Am 28. Mai 2020 fand der erste digitale Workshop zum Thema „Was ist ein Living Lab?“ statt. Ziel war es, ein einheitliches Verständnis für unseren Living Lab-Ansatz im CONUS-Netzwerk herzustellen und das Netzwerk zu sensibilisieren. In dem sehr interaktiv gestalteten Methodenworkshop wurde daher zunächst das Konzept Living Lab erläutert und definiert.

Living Labs is one approach of managing open innovation processes, where different stakeholders (including citizens) are involved in co-creation, exploration, experimentation, and evaluation in open realworld settings

(Bergvall-Kareborn et al. 2009, ENoLL 2015).

Die Kernelemente dieses Forschungskonzepts lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Co-Creation: transdisziplinäre Teams aus Wissenschaft und Praxis generieren gemeinsam Problemdefinition, Systemanalyse und Lösungsansätze/Innovationen.
  • Multi-Method Approach: zur Entwicklung von Open Innovations werden verschiedene partizipative Methoden zur Erkundung, Erprobung, Forschung, Reflektion und Reversion angewandt.
  • User Engagement: eine besonders große Rolle spielen die Endnutzer*innen des Produktes, der Idee, der Innovation. Durch deren Beteiligung können die Wünsche und Anforderungen am besten erfasst und berücksichtigt werden.
  • Multi-Stakeholder Participation: Je mehr Akteure in den Prozess miteingebunden werden, desto mehr Blickwinkel, Kompetenzen und Interessen können wahrgenommen werden um ganzheitliche Lösungen zu entwickeln.
  • Real-Life Setting: jeder Schritt des Forschungsprozesses sollte unter realen Bedingungen ablaufen, um die Probleme genau identifizieren zu können und Innovationen wirklichkeitsnah und realisierbar entwickeln zu können.

Anschließend wurde in Kleingruppen zum besseren Verständnis der Living Lab-Forschungsansatz mit dem konventionellen Forschungsvorgehen verglichen. Dabei standen die Aspekte ICT & Infrastructure, Management, Stakeholder & Nutzer*innen und generelle Forschungsarbeit im Vordergrund, mit dem Ergebnis, dass Living Labs großes Potential haben in allen Bereichen zu offeneren, integrativeren, realitätsnahen und ganzheitlicheren Innovationen zu führen.

Obwohl jedes unserer vier Living Labs einzigartig ist, lässt sich dieses Grundverständnis und die Motivation für diesen Forschungsansatz während der gesamten Projektdauer auf die Living Labs und das gesamte Projekt anwenden.

Vielen Dank an das Team vom Joint Centre Urban Systems (JUS) der Universität Duisburg-Essen mit Nawwar Harfoush, Ira Freude und Josefin Schürmanns sowie Güldilek Köylüoğlu Alabaş vom Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) für die erfolgreiche Organisation und Durchführung des interaktiven Workshops sowie allen Kolleginnen und Kollegen der Hochschule Niederrhein, Hochschule Rhein-Waal und Universität Duisburg-Essen für die aktive Teilnahme.

Screenshot der anwesenden Personen beim zweiten Workshoptag als Erstatz für ein Gruppenfoto

CONUS Praxiskoordination und Öffentlichkeitsarbeit​

Joint Centre Urban Systems, UDE​

Zentrum für Logistik und Verkehr, UDE​

Sophia Zocholl​

Kommentare

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.